Annette Schavan, ihres Zeichens Bundesbildungsministerin hat auf die Veröffentlichung der eigentlich unter Verschluss gehaltenen Studie des HIS reagiert. Sie halte die Anzahl derer, die wegen Studiengebühren auf ein Studium verzichten, für nicht beträchtlich, teilte die Ministerin mit.

Bei 91 % der Studienanfänger (ob mit oder ohne Nebenjob ist nicht bekannt) aus dem Jahre 2007 hätten die Studiengebühren keine entscheidende Rolle in der Entscheidungsfindung pro oder contro Studium gespielt.

Da die Zahl der Studienanfänger seit 2003 gesunken (19.000 weniger), die Zahl der Studienberechtigten jedoch deutlich gestiegen ist (63.000 mehr), lässt sich dennoch ein negativer Trend ablesen, der, zumindest gefühlt, deutlich auf die Studiengebühren zurück geführt werden kann. Es scheint logisch, dass viele Abiturienten ein Studium mit allzu großem zeitlichen und finanziellen Druck, das sie letzten Endes nur über einen Studentenjob finanzieren können, scheuen. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die Diskussion weiterentwickelt.

Quelle: Tagesthemen.de

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