Die letzte Woche war für alle in der Jobmensa ein wenig komplizierter als sonst. Erst war Chefkoch 1 aka. Andy auf dem Holtzbrinck Internet Summit in Berlin, um für euch viele wichtige Kontakte zu knüpfen und am Donnerstag verabschiedete sich auch noch der andere Chef de la cuisine in Richtung IdeaLab, so dass Mitch und Flo den Laden alleine schmeißen mussten.
Erlebnisbericht 2008:
Am Donnerstag Abend ging es in der Korova Bar los, da ich noch länger im Büro war, bekam ich hiervon leider wenig mit.
Umso spannender startete dafür am Freitag morgen das IdeaLab 2008 mit einer Rede von Oli Samwer, mit Abstand einer der besten Vorträge, vielleicht auch unter dem Druck, den die Finanzkrise auf so manchen Investor ausübt, fehlte ihm jedoch leider ein wenig der Elan und der Sarkasmus des letzten Jahres.
Die nächsten beiden Vorträge nutzte ich zum Socializing. Die interessantesten Leute lernt man immer kennen, wenn ein Vortrag läuft und man im Vorraum Platz zum Atmen hat. So war es auch diesmal. Ich durfte Kolja Hebenstreit kennenlernen, den ich leider nicht von einem kleinen Werbepost in seinem Blog überzeugen konnte. Ich traf meine alten Mitgründer Mario und Robin die mit Käuferportal mittlerweile Kopierer und Telefonanlagen vermitteln. Wir selbst haben unsere virtuelle Telefonanalage ja von nfon und über Käuferportal vermittelt bekommen. Weiterhin konnte ich mich mit Katja und Patrick von Projecter unterhalten, die uns ein wenig bei SEM unterstützen werden. Patrick hat in seinem Blog einen sehr kritischen Bericht über Internetgründungen und den Spirit der Studenten beim IdeaLab verfasst. Ich gebe ihm Recht, dass einige Ideen der anwesenden Studenten ein wenig unausgegoren waren, aber exakt aus diesem Grund sind sie noch Studenten und keine Unternehmer. Ich finde trotzdem, dass vielen von ihnen großer Respekt zukommen sollte, denn Gründen ist in Deutschland immer noch verpönt – scheitert man, erntet man Spott und erhält selten eine zweite Chance. Daher sollte man Dinge ausprobieren, um die richtige Idee zu finden.
Besonders beeindruckt hat mich persönlich Philipp von Adloft, gerade mal 16 Jahre und schon bereit seine Idee vor dem gesamten IdeaLab zu präsentieren – das haben wir uns letztes Jahr noch nicht getraut.
Weiterhin durfte ich kennenlernen Constanze Buchheim, bei spreadshirt für HR verantwortlich, die interessierten Praktikanten ein Gründerjahr in 4 verschiedenen Start-Ups anbieten möchte. Ich hoffe, wir sind bis dahin so weit, dass sie die nötigen Praktikanten und Werkstudenten auf Jobmensa rekrutieren kann.
Da ich mir ein Ticket von Holtzbrinck Ventures organisiert hatte, war der 5.te und letzte in der Runde im Vorraum – nämlich Ehssan – nach kurzem Blick auf eben jenen Schriftzug leider nicht für ein längeres Gespräch bereit. Könnte auch daran liegen, dass er dieses Jahr nur an nicht vergebenen Gründungsbegeisterten interessiert war. Im Gegensatz zu Oli hielt Ehssan in seiner Rede dafür nicht mit Seitenhieben auf StudiVZ, Holtzbrinck und Mich Brehm hinterm Berg, wodurch die Rede teilweise sehr erheiternd war. “Ich pitche heute für euch”, hätte jedoch ein wenig seltener fallen können.
Umso reicher an Inhalt und guten Ratschlägen für junge Gründer war dafür die Rede von Michi Brehm – ich fand es sehr lehrreich und imposant einmal die wenigen Fehler die StudiVZ gemacht hat, zu erfahren und habe die ersten Lehren heute im Mitarbeiter Feedback Gespräch versucht umzusetzen.
Ebenfalls lehrreich war das von Robert Basic moderierte Panel – welches sich sehr schön mit der Finanzkrise auseinandergestzt hat.
Was ist sonst noch von Tag 1 zu erwähnen? Ich habe für Jobmensa gepitcht, um einige motivierte Unternehmer von der Idee und einem Praktikum zu überzeugen – die Quantität an Resonanz war zwar eher mäßig, dafür war die Qualität um so größer.
Tag 2 begann für mich mit der Moderation des Holtzbrinck Workshops, der in meinen Augen nicht besser hätte laufen können – die komplette Präse gibts im nächsten Post.
Die Rede von Suhas Gopinath, die eher eine Geschichte seines Lebens war, bildete den perfekten Abschluss.
Alles in allem fand ich das IdeaLab extrem gelungen. Die Reden richteten sich eben eher an Studenten, die sich mit dem Gedanken tragen, bald zu gründen. Aber auch für junge Gründer bot das IdeaLab sehr viele Möglichkeiten, neue Kontakte zu anderen Gründern und Investoren zu knüpfen, sowie ein wenig Recruiting zu betreiben. In der Hoffnung euch somit, bald eine Menge Studentenjobs in Internet-Startups, Studentenjobs in Berlin, einen Studentenjob in Hamburg, Studentenjobs in Köln, einen Studentenjob in München, Studentenjobs in Frankfurt, einen Studentenjob in Stuttgart, Studentenjobs in Bonn oder einen Studentenjob in Düsseldorf bieten zu können verbleibe ich in freudiger Erwartung, dass die Page bald online geht.